Nee, ist echt schön, wenn man voller Erwartung bzw. voller Hoffnung in einer neuen Stadt in eine neue Disco geht, um einen schönen Abend mit schöner Musik zu erleben, und es wird einem wieder bewiesen, dass sich die Discos in den Großstäden in keinster Weise zu den Discos in den Provinzen unterscheiden. Ich meine jetzt Discos, die "alternativ" sein wollen, also da, wo primär "Gitarren" ertönen. Sogar das Publikum und Verhalten ist gleich, wenn nicht noch schlimmer. O-Ton kleines Teenie-Mädchen, als die beschissene Coverversion eines Michael Jackson Titels von der zurecht toten Band The Bates erschallt: "Das Lied ist sooo toll!" Danach wird falsch und schief mitgesungen. Das sind dann auch die "Alternative Sounds" (so das Motto gestern, guter Witz, hahaha) des Abends: The Bates, Gun, Placebo, Him, Sum41, Guns N Roses (da verließ ich den Laden). Schön finde ich es auch, wenn man dann am Anfang, bevor das Grauen drinnen beginnt, draußen, noch am Eingang, erst mal 3 Euro zahlt und dann für 1 (in Worten: ein) Bier 3,50 Euro zahlt. Hallo? Geld haben die aber trotzdem nicht, denn in der Bude ist es dermaßen düster, dass man sich mit ausgestreckten Händen durch die Räumlichkeiten tasten muss. Auch klasse dann der DJ, der, lange nach Öffnung der Disco, noch an der Anlage herumprobiert, um angeblich einen besseren Sound rauszuholen. Da werden die Tiefen, Mitten und Höhen hoch- und runtergedreht, laut und leiser gemacht, lange Pausen werden zwischen den Liedern gemacht, da könnte ich echt kotzen! Also ins Auto und ab nach Hause, da wo es warm ist. Weitere Versuche werden trotzdem folgen.
let down and alone - am Sonntag, 3. Oktober 2004, 18:46 - Rubrik: Oeffentliche Aergernisse Einrichtungen